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Wissenswertes  

Tupinambis merianae

Womit haben wir es hier eigentlich zu tun?

Der Teju gehört zu den größten Vertretern seiner Art, den Schienenechsen.

Hauptsächlich kommen sie in Süd-Amerika (Argentinien) vor, wobei sich innerhalb der Familie Tupinambis zwei Extreme hervortun. Die einen sind ausschließlich subtropisches Klima gewohnt, die anderen überwintern bei einer Außentemperatur von bis zu -18°C (La Pampa, Argentinien).

Es sind faszinierende Geschöpfe der neuen Welt mit einer ausgesprochenen Intelligenz und Neugier.

Der Schwarz-weiße und der Rote Teju sind klimatisch bedingt die beiden Spezies, die sich bei uns in Europa im Freigehege (meist Gewächshaus) ganzjährig halten lassen.

Was bedeutet "Tupinambi"? - Ein Indiander-Stamm Ost-Brasiliens gab diesem Erdbewohner einen Namen..

Dort heißen die Tejus ugs. jedoch "iguana overo", "teju-guasu" oder "teju-prahá".

Insgesamt umfasst die Familie Teiidae 37 Gattungen in knapp 200 Arten, welche die subtropischen Gegenden Süd-Amerikas (Mexiko bis zu den Antillen) besiedeln.

Beschreibung

Tupinambis merianae erreicht eine KopfRumpfLänge von 402 mm bis 500 mm. (Siehe auch Messungen) Der Schwanz ist ca. /2 - 2 mal so lang wie die KRL und im Querschnitt rund. Im Gegensatz zum Tupinambi rufescens weist die Zunge keine Längsfurche auf.

Der Kopf ist weitgehend einfarbig olivbraun bis auf die Lippenschilde, die auffällige vertikale helle und dunkle Balken aufweisen. Auf der dunkelbraunen bis schwarzen Grundfarbe des Rückens befinden sich olivbraune bis cremefarbene Flecken, welche dann ein eher unregelmäßiges Querbindenmuster bilden.

Als erwachsene Tiere zeichnen sie sich durch folgende Merkmale aus:

  • Kopf-Rumpflänge (KRL) bis über 150 cm,
  • Körper und Schwanz sind im Querschnitt zylindrisch,
  • Schwanz i.d.R. 1¹/2 - 2 mal so lang wie KRL,
  • die Extremitäten sind gut entwickelt mit je fünf Zehen,
  • das untere Augenlied ist beweglich,
  • große Ohröffnungen mit sichtbarem Trommelfell,
  • Rückenschuppen glatt und homogen,
  • Bauchschuppen rechteckig und glatt,
  • Männchen und Weibchen haben Präanal- und Femoralporen,
  • die Zungenoberfläche ist mit rundlichen überlappenden schuppenartigen Papillen bedeckt.

Verbreitung

Tupinambis merianae ist im nördlichen Argentinien, Paraguay, Uruguay sowie im zentralen und südlichen Brasilien verbreitet.

Lebensraum und Lebensweise

Der Schwarzweiße Teju besiedelt eine Vielzahl verschiedener Lebensräume, die von der Chaco über Serrinias bis hin zum Atlantischen Regenwald reichen. Serrinias sind hügelige Steppenlandschaften mit Felsansammlungen. Auch sandige Küstenbiotope werden von dieser Art bewohnt. I.d.R. handelt es sich um offene Bereiche mit lichter Vegetation und felsigem Untergrund.

Sie verbringen die Sommerzeit recht aktiv und die Winterzeit in ihren selbstgegrabenen Höhlen. Vielerorts stellen sie das dominante Faunaelement dar, weswegen sie auch im adulten Alter kaum noch Fressfeinde haben..

Sie sind Tagaktiv und ziehen sich nachts in ihre Schlafhöhlen zurück. Bis auf die Winterzeit bewohnt jeder Teju meist seine eigene Behausung...

Ernährung

Tejus sind opportunistische Allesfresser, die sich von Insekten, Spinnen, Gehäuseschnecken, kleinen Wirbeltieren (Frösche, Echsen, Schlangen, Nagetiere, Küken, Vögel) sowie Aas und Früchten ernähren. In ihrer "Gefräßigkeit" stürzen sie sich wie die meisten Echsen auf jede Beute, die sie überwältigen können.

Jungtiere sind meist mehr insektivor als erwachsene Tejus, die einen hohen Anteil an pflanzlicher Nahrung zu sich nehmen. Ihre Bezahnung unterscheidet sich beträchtlich zwischen dein beiden Altersstufen; während die jungen alle Zähne spitz und die hinteren der adulten Tiere später zu Mahlzähnen werden. (ontogenetischer Zahnwechsel).

Wilde Tejus verlassen ihre Höhlen bereits im Morgengrauen um sich auf die Suche nach Beutetieren zu machen.

Sie sind eigentlich sehr aktive Futtersucher, weshalb sie in freier Wildbahn sehr weite Strecken zurücklegen können. Dabei untersuchen sie alle für sie interessanten Objekte wie Streinhügel, Holzhaufen, Dickicht wobei Zunge und Augen gleichermaßen beteiligt sind.

Bei der Futtersuche hält der Teju von Zeit zu Zeit inne, drückt die Vorderbeine durch und streckt den Kopf in die Höhe, um das Gebiet besser zu überblicken. Bei Erkennung eines potentiellen Beutetieres läuft er entschlossen und direkt in dessen Richtung.

Bedrohung und Fressfeinde (Prädatoren)

Während die adulten Tiere in freier Wildbahn kaum (Krokodile, Schlangen, Raubtiere und Greifvögel) Feinde haben, sind die Jungtiere erheblichen Gefahren ausgesetzt. Zum Beispiel andere Echsen, Schlangen, kleinere Greifvögel. In unseren Breitengraden Vögel der Rabenfamilien (Elster,..), Füchse, Hunde, Katzen.

Dabei sind sie jedoch äußerst wehrhaft, können mit ihren Kiefern kräftig zubeißen und mit dem Schwanz schmerzhafte Peitschenhiebe austeilen.

Zunächst lassen Tejus bei einer Bedrohung ihre Schwanzspitze vibrieren, ähnlich der Klapperschlangen. Mit steigender Erregung richten sich Tejus, nur auf den Hinterbeinen stehend auf, blähen die Kehle und zeigen mit weit geöffneten Maul die kräftigen Zähne. Auf der Flucht wurden Tejus beobachtet, wie sie nur auf den Hinterbeinen laufend das Weite suchten.

Video von Rick Sisco @ http://www.siscoreptiles.com
Video von Rick Sisco @ http://www.siscoreptiles.com

Verhalten

Tejus gehören zu den intelligentesten Echsen überhaupt. Sie sind sehr lernfähig und werden erstaunlich zahm. Der T.merianae verfügt über ein enormes Verhaltensrepertoire, welches sich im Fressverhalten, Balzritual und Brutfürsorge zeigt. Diese Verhaltensintelligenz ist möglicherweise die erfolgreiche Besiedelung der vielfältigen Lebensräume mit den unterschiedlichen Anpassungs- und Nahrunskonkurententhematiken.

Pflege und Zucht

Vor der Anschaffung von Tejus sind folgende Punkte empfindlich genau zu untersuchen:

  • Tejus benötigen wegen ihrer beträchtlichen Größe ein geräumiges Terrarium (i.d.R. Gewächshaus)
  • Ferner sind sie sehr Eindrucksvoll und benötigen möglicherweise die Aufklärung/Mitbestimmung der Mitbewohner
  • Zudem haben diese imposanten Lebewesen eine erstaunliche Lebenserwartung, besonders bei guter Pflege, von bis zu 20 Jahren
  • Tejus sind täglich zu versorgen und benötigen einen Zeitaufwand von ca. 30 min. pro Tag (Futterzubereitung, Fütterung, Reinigung, Beobachtung, Aufzeichnungen...)
  • bei Problemen (Unverträglichkeiten, Krankheiten) oder der wünschenswerten Nachzucht (Trächtigkeit, Eiablage, Inkubation, Schlupf) erhöht sich der tägliche Zeitaufwand wesentlich
  • Außerdem sollte man sich Gedanken über eine Urlaubsvertretung machen

Jahresrhythmus und Überwinterung

Terrarien-/Gehegeeinrichtung

Tejus benötigen viiiel Platz.

Substrat: Für die Schlafhöhlen suchen die Tejus gerne Haufen aus Rindenstücken auf, um dort ihre Wohnhöhlen zu bauen. Das Substrat sollte Feuchtigkeit speichern können und nicht sofort beim Verlassen der Wohnhöhle zusammenbrechen.

Der Rest des Bodens kann lehmige Erde sein, die bei Austrocknung auch hart wird.

Objekte: Nicht zu steile Klettermöglichkeiten, mehrere Sonnenplätze und ab und zu mal etwas Fremdes im Terrarium erhöhen die Aktivität und fördern die Neugier (neue oder umgelegte Korkröhren, Stapel aus Zweigen, Heu-/Laubhaufen). Wenn in diesen neuen Objekten Kleinigkeiten zum Fressen untergebracht sind, entspricht dies dem natürlichen Verhalten der Tejus.

Wasserbecken:

Paarung und Eiablage

Inkubation

Schlupf und Aufzucht

Krankheiten

ffg.

(Quellen: u.a. Wikipedia.org, "Tejus"-Bert Langerwerf)

 
Impressum | Kontakt | 06-Jun-2008
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