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Auffangstation / Babyklappe für Tejus - The Story  

Noch vor dem Bau des ersten Freilandgeheges für die Tejus, machte sich bei uns eine Idee breit, da wir von den Echsen der neuen Welt mehr als beeindruckt sind.

Gespräche mit Veterinäramt, Umweltbehörde, Tierärzten und Stammtischtreffen ermunterten uns zu dieser Entscheidung.

Durch die ursprüngliche Idee, den argentinischen schwarzweißen und roten Teju zu züchten, wurde uns sehr schnell klar, das nicht jeder, der einen Garten hat auch Tejus halten will und nicht jeder, der Tejus halten will einen Garten hat ;)

Durch Erfahrungen aus dem Zoohandel wurde uns klar, das eher selten verantwortungsbewusste Händler die tatsächliche adulte Größe, geschweige das nicht unerhebliche Alter bei guter Haltung den neuen (gar unerfahrenen!) Besitzern mitteilen, sodass sehr schnell die Frage "Was passiert nun mit dem Tier?!" unbeantwortet bleibt.

In den USA besteht seit nunmehr knapp 25 Jahren das Drama, das Kaimane und Alligatoren in den Abwassersystemen der Großstädte leben, ferner die unzähligen weiteren Reptilien, die einfach "ins Klo gespült werden".

Da der zivilisierte Mensch dazu neigt kleinere Fehler durch größere "wiedergut zumachen" kamen wir auf die Idee eine Babyklappe für Tejus aufzubauen, um auch ein anonymes Abgeben zu ermöglichen. Welche Konsequenzen für das Tier bestehen, also ob es Sondergenehmigungen geben wird, damit das Tier wieder "Papiere" bekommt wird gerade von der Stadt Essen geprüft.

Letztlich unterstützen die Behörden der Stadt Essen die Entscheidung zur Auffangstation, da eine Faunaverfälschung durch (s/w & rote) Tejus gegeben ist und couragiertes Engagement meist die einzige erste Möglichkeit sei, dem zu begegnen.

In der Tat wären ausgesetzte Tejus aus dem Süden Argentiniens und Columbiens in der Lage, bei uns unbemerkt in Wäldern und ländlichen Gegenden zu leben.

Die Tupinambis merianae noch mehr als die T.rufescens, da erstere Art genau in der Zeit Winterruhe hält, in der durch Herbst und Winter das Unterholz wieder "durchschaubar" wären.
Kreuzungen (sogenannte Bastarde) wären durch eine Mischung der beiden zu einer eher schmutzig-rötlich-braunen Haut so gut wie unsichtbar!

Erwachsene Tejus strahlen gegenüber den Fressrivalen eine enorme Souveränität und Stärke aus, so das sogar Hunde sich überlegen, sich mit Tejus anzulegen oder einfach weiterzu gehen. Mehrere Tejus können den hiesigen Fressfeinden (Füchsen, Wildkatzen) durchaus das Leben schwer machen. Zu dem überlegenden Wild würde einzig das Wildschwein zählen, doch durch die Tag-/Nachtaktivität, würden sich die Beiden eher aus dem Weg gehen (können).

Da Tejus nicht Territorial veranlagt sind, macht es sie deswegen auch gleich enorm Anpassungsfähig. Mal ganz abgesehen von der enormen Intelligenz und Lernfähigkeit.

Fortsetzung folgt.

 
Impressum | Kontakt | 10-Mai-2008
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